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Ladengeschäft vs. Onlinehandel

geschrieben von uwe1980 
Ladengeschäft vs. Onlinehandel
14.01.2016 07:01:41
Liebe Mikroländer,

ich eröffne hier mal eine Diskussion um auch die Meinungen anderer Clubmitglieder zu hören. Es geht hier bei um Erfahrungen die man im normalen Ladengeschäft und Onlinehandel bei Modellbahnartikeln gemacht hat.

Ladengeschäft des Vertrauens:

Hier in meiner Region gibt es noch „relativ“ viele Ladengeschäfte. Meist gehe ich aber in ein Geschäft, dort kennt man mich auch und man redet auch schon einmal über einige private Dinge. Die Atmosphäre ist sehr herzlich, auch bekommt man dort immer einen Rat oder Probleme können schnell und unkompliziert gelöst werden. Circa 80 % meiner Modellbahnanlage wurden hier gekauft. Ohne jetzt hier Werbung für ein Geschäft machen zu wollen, es handelt sich hierbei um das Modellbahngeschäft Hanka Gützold in Zwickau. Es ist alles ordentlich, aufgeräumt und übersichtlich präsentiert, viele Artikel sind auch sofort verfügbar, was für mich sehr wichtig ist.

Andere Ladengeschäfte:

Da ich auch öfter unterwegs bin nehme ich mir gerne auch in anderen Städten die Zeit, Modellbahngeschäfte zu besuchen. Was mir dabei auffällt ist, dass die meisten Geschäfte etwas abseits gelegen sind, weil ganz einfach in den A-Lagen die Mieten für kleinere Geschäfte nicht mehr bezahlbar sind. Meist sind die Geschäfte in Nebenstraßen oder aber im Haus der Geschäftsinhaber untergebracht. Viele Geschäfte sind auch nicht mehr wirklich zeitgemäß. Kleine schmale Gänge, wie früher bei Schlecker, die Waren unübersichtlich präsentiert, die Gänge teilweise zugestellt, überall liegt tonnenweise Altpapier in Form von teilweise steinalten Katalogen und Neuheitenprospekten. Als Fremder ist man ständig unter Beobachtung und man getraut sich gar nicht, einen Artikel anzufassen. Nimmt man dann doch einen Artikel in die Hand, dann kommt der Verkäufer gleich angerannt und fragt ob man noch Fragen hat und man würde den Artikel gleich an die Kasse legen, dass ich den nicht so lange tragen muss. So ist es übrigens tatsächlich passiert vor 4 Jahren in einem Pforzheimer Modellbahngeschäft. Seltener gibt es auch einmal wirklich positive Erlebnisse. Richtig positiv dagegen war mein Einkauf im letzten Jahr im Modelleisenbahngeschäft in Kirchbichl / Tirol. Mal davon abgesehen, dass hier früh vergessen wurde die Ladentür aufzuschließen und man sich wunderte warum keine Kunden kamen, gab es hier ein tolles Einkauferlebnis. Breite geräumige Gänge, übersichtliche Warenpräsentation, große Verfügbarkeit der Waren und Inhaber die wirklich was von den Artikeln verstehen, die verkauft werden.

Modellbahnbörsen:

Hier gibt es meist gebrauchte Artikel, nur wenig Neuware. Hin wieder kaufe ich da auch etwas, aber es ist schon seltener. Wenn man etwas Bestimmtes sucht, was es in Geschäften nicht mehr gibt, dann kann man hier auch einmal Glück haben. Häufiger sind hier aber auch Ladenhüter zu finden.

Onlinehandel:

Hier kaufe ich seltener ein. Ich möchte den Artikel den ich kaufe gerne erst einmal sehen, ob er meinen Erwartungen entspricht. Auf Fotos sieht man leider nicht immer alles und das ewige Hin- und Herschicken der Ware ist nicht wirklich mein Ding. Bei manchen Onlineshops zweifel ich auch immer an der Glaubwürdigkeit.

Ein Beispiel:

Als ich vor 2 Jahren mit dem Neubau meiner Modellbahnanlage begonnen habe, brauchte ich dringend 2 zusätzliche IR-Empfänger für die Steuerung. Hierfür gab es nur ein Produkt, was für mich geeignet war, nämlich der IR Empfänger von Uhlenbrock. Dieser war schon ein Stück nicht mehr lieferbar und laut Hersteller würde die Neuauslieferung auch noch mindestens 6 Monate dauern. Ich suchte daher nach einen Onlineshop, der den Artikel vorrätig hat. Ich bin nach langem Suchen auf einen Shop in der Nähe eines großen bayrischen Sees gestoßen. Auf meine Anfrage per Email erhielt ich binnen 10 Minuten die freundliche Antwort, der Artikel ist am Lager und die Lieferzeit beträgt circa 5 Werktage. Ich habe sofort bestellt und per Paypal bezahlt.

Nach einer Woche habe ich mir erlaubt freundlich nachzufragen, ob der Artikel schon versendet ist. Man teilte mir hier umgehend mit, ja Artikel ist versendet, man wäre auf einem Seminar gewesen, daher hat es etwas länger gedauert. Dies ist ja alles kein Problem. Nach einer weitern Woche fragte ich erneut nach und habe um Mitteilung der Sendungsnummer gebeten. Man teilte mir mit, dass dies derzeit nicht möglich ist, aber das Paket sei schon im DPD Zentrum in Nürnberg. Nach einer Weiteren Woche bin ich vom Kaufvertrag zurückgetreten und habe mein Geld zurück gefordert. Leider führte dies nicht zum Erfolg, erst nach der Einschaltung des Paypal Käuferschutzes gab es das Geld nach 5 Wochen zurück. Wenn man von Anfang an ehrlich geblieben wäre, dann wäre dies kein Problem, aber wenn man Kunden belügt und betrügt, dann sagt man sich nie wieder ….

Sicherlich gibt es auch sehr positive Beispiele, wie ein Modellbahnshop der nach einem Fürstentum benannt ist. Ein Freund von mir bestellt da oft und bekommt auch die ganzen Mikroländer Kataloge kostenlos zugeschickt.

Viele Modellbahnfreunde sind aber auch auf Onlineshops angewiesen, da es immer weniger Fachgeschäfte gibt. Sicherlich ist dies auch aufgrund der Onlineshops so, da man vielfach mit günstigeren Preisen Marktanteile gewinnen möchte.

Fazit:

Am liebsten gehe ich zum Fachgeschäft vor Ort, da ich hier Vertrauen habe und die Ware auch ansehen kann. Einige wenige Sachen kaufe ich auf Reisen oder mal in einem Onlineshop, wenn es z.B. um ein bestimmtes Exklusivmodell geht, was es nur dort gibt.


Schöne Grüße

Uwe
Re: Ladengeschäft vs. Onlinehandel
14.01.2016 12:45:42
Hallo Uwe,

tja das ist so ein Thema. Ich würde ja in einem lokalen Fachgeschäft kaufen - wenn es denn eines in sinnvoller Nähe gäbe. Und das ein gutes wäre. Um Deine Reihenfolge beizubehalten:


Fachgeschäft des Vertrauens

In meiner Jugend, das war lange Zeit vor Erfindung des Internets, war bei Bedarf der Gang ins Fachgeschäft das Normale. Allerdings gab es damals auch immer mindestens eines in erreichbarer Nähe. Während meiner späteren Außendienstzeit habe ich unterwegs teilweise Pausen eingeplant, um entsprechende Geschäfte besuchen zu können. Inzwischen bin ich nicht mehr unterwegs und habe viele Jahre lang das Hobby nur „theoretisch“ betrieben (also Zeitschriften lesen und Eisenbahnromantik ansehen). Jetzt, nachdem ich wieder aktiver geworden bin, gibt es kein Fachgeschäft mehr in sinnvoller Nähe. Die nächsten sind mindestens 50 - 70 km entfernt - jeweils einfache Fahrt mit dem Auto. Dazu habe ich weder Lust noch bin ich bereit, zum Einkaufen so weit zu fahren; vom Zeitbedarf ganz zu schweigen. Folglich bin ich auf Grund der „Sachzwänge“ zum Versandkunden geworden.

N.B. Als ich vor einigen Jahren schon mal wieder aktiver werden wollte, gab es hier (Bad Hersfeld) noch ein Fachgeschäft. Ich weiß nicht mehr genau, was ich kaufen wollte, ich vermute Gleise. Auf meine Frage nach Fleischmann Gleisen kam die Antwort „wir führen Märklin“. Mein Einwand, ich fahre aber mit Gleichstrom, haben Sie Roco Gleise, kam die Antwort „wir führen Märklin“. Da habe ich es dann aufgegeben. Denn zumindest ich weiß, daß Märklin mit Wechselstrom betrieben wird.


Andere Ladengeschäfte

Würde ich aufsuchen, wenn ich noch unterwegs wäre. Bin ich aber nicht, fällt also flach.

Im Herbst war ich in Frankfurt/M. und habe dort in der Nähe des Hauptbahnhofes ein wirklich gutes Fachgeschäft entdeckt. Nützt nur nix, da ich nur selten nach Frankfurt (ca. 145 km entfernt) komme.


Modellbahnbörsen

Hier gibt es im Advent jedes Jahr eine Modellbahnbörse, die ich meist regelmäßig besuche. Ein Grund, vor Jahren mit dem aktiven Modellbahnleben kürzer zu treten, war die Preisentwicklung. Modellbahn ist mein Hobby, nicht eine Kapitalanlage. Börsen sind eine Möglichkeit, zu akzeptablen Preisen an Fahrzeuge zu kommen, was ich im letzten Advent auch ausgenutzt und mir eine Fleischmann P8 (Epoche 1) zugelegt habe. Mit Gebrauchtware habe ich keine Berührungsängste; einen guten Teil meiner DVDs habe ich gebraucht, oft sogar im Ausland (Versand) gekauft und noch immer gute Erfahrungen damit gemacht (sofern der Händler vertrauenswürdig ist). Und auf der Börse kann ich die Lok im gleichen Maße ausprobieren und probefahren, wie ich das früher vom Fachgeschäft her gewohnt war.


Onlinehandel

Den habe ich für mich entdeckt - und hätte ich dies nicht, würde ich weiterhin nur „theoretischer Modellbahner“ bleiben. Riesiges Angebot, Preise stimmen, Lieferung (bisher drei Bestellungen) alle zur völligen Zufriedenheit erledigt - und meine Mikroländer-Gutscheine lösen die auch ein. Was will ich mehr?


Fazit

Da ich absolut nicht vorhabe, in ein Ballungsgebiet zu ziehen, weder beruflich noch privat sonderlich unterwegs und auch nicht bereit bin, zu Einkaufszwecken größere Strecken zu fahren, bleibt mir nur der Onlinehandel, will ich mein Hobby überhaupt aktiv betreiben.

Viele Grüße
Bernhard
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Module (Gleichstrom) und Dioramen in H0
Re: Ladengeschäft vs. Onlinehandel
14.01.2016 16:51:28
Hallo zusammen,

auch ich möchte gerne hierzu meine "Statement" abgeben.

Mein Modellbaugeschäft des Vertrauens ist auch ca. 40 km von meinem Wohnort entfernt.

Was aber mein Geschäft hat, einen Onlineshop. Dort bestelle ich meine Ware, und werden dann entweder angerufen oder per Mail verständigt, wenn etwas da ist. Ich kann es dann dort abholen oder mir zusenden lasen. Da ich schon viele Jahre dort kaufe, bezahle ich per Rechnung. Wenn es jeder Händler so machen würde, was vermutlich so ist, ist hier jedem geholfen. Der Händler vor "Ort" ist doch noch erreichbar, und eine Ansprechpartner, nicht nur visuell" ist vorhanden. Ich fahre gerne die 40 km um in einem persönlichen Gespräch das eine oder andere zu erfahren. Selbstverständlich hat mein Händler des Vertruens auch Newsletter, die mir regelmäßig zugemailt werden.

Mann sieht schon, das ein "guter Händler" alle Wegen anbietet, um mit dem Kunden in Kontakt zu treten. Ist ja auch sein Geschäft.

Vom Online handel bin ich nicht begeistert, werden doch da viele Kunden über den Tisch gezogen, und Reklamationen sind dann meist erfolglos. Ich habe dies mehrmals persönlich erlebt, darum ist dieser Weg für mich gestorben.

Modellbahnbörsen sind auch nicht das "gelbe vom Ei", die Preise für Gebrauchtwaren teilweise viel zu hoch, die Qualität der Waren "na so" und Garantie oder Umtausch meist ausgeschlossen, warum eigentlich. Jeder Händler der Waren verkauft ist vom Gesetz her 2 Jahre verpflichtet Gewährleistung zu bieten, ob für Neuware oder für Gebrauchtware.

Also unter diesen Aspekten, ist der Händler vor Ort, auch wenn die Entfernung etwas größer ist, doch die bessere Lösung. Mann sollte aber schon dann auch dorten einkaufen, und sich nicht nur beraten lassen, um dann doch im Internet vielleicht 5 Euro zu sparen. Da spielt der Händler dann zurecht nicht mehr mit, oder seid Ihr alle ohne Lohn in die Arbeit gegengen. Dienstleistung kostet halt mal was, sichert aber auch viele Arbeitsplätze, wenn die Dienstleistung bezahlt wir, und nicht nur alles nichts kosten darf. "Geiz ist Geil" ist der größte Blödsinn, der jemals verzapft worden ist. Alles muß bezahlt werden, blos viele kapieren es nicht, das die Kosten viele male versteckt sind, und nur beim ersten Augenschein alles billig ist, und dan später um so teurer wird, wenn man dan mel eine Reklamation hat.

Grüße aus dem Münchner Osten

Ernst Stegmeier
Re: Ladengeschäft vs. Onlinehandel
15.01.2016 14:45:11
Hallo allerseits,

vermutlich ist es eine Mentalitätsfrage, wie weit man zu fahren bereit ist. Erfahrungsgemäß (ich komme ursprünglich aus dem Rhein-Main-Gebiet) im Umfeld einer Großstadt mehr als hier in der „Provinz“. Ich bin schon in meiner Jugend in den 70er Jahren zum Versandkunden geworden, da das örtliche Fachgeschäft fast jede Schallplatte, die ich wollte, erst bestellen mußte. Aber bestellen kann ich selbst, dafür brauche ich keinen Händler. Jedenfalls keinen stationären.

Ich bin ohnehin kein typischer Kunde, denn was von den Fachleuten heute so alles über „Erlebniseinkauf“ etc. gepredigt wird ergibt Geschäfte, die ich vermutlich nicht betreten würde - und wenn es mich doch dorthin verschlägt, meist sehr rasch wieder verlasse.

Ob die Läden in 50 - 70 km Entfernung einen Service, wie von hodelbahner beschrieben, anbieten weiß ich nicht, da ich dort noch nicht war.

Die einzig wirklich schlechten Erfahrungen beim „Online-Kauf“ habe ich bisher vor Jahren bei eBay gemacht - bis hin zu einer Strafanzeige wegen Betrugs einschließlich der Erfahrung, daß die Polizei in so einem Fall weder Freund noch Helfer ist, sondern ich mich ziemlich alleine gelassen fühlte. Seither ist diese Plattform für mich nur äußerster Notnagel, wenn es gar nicht anders geht. Mit seriösen Firmen, sei es im In- oder Ausland, habe ich bisher nur gute Erfahrungen gesammelt (und hoffe, daß das so bleibt).

Auf Modellbahnbörsen werden in der Tat oft hohe Preise verlangt. Aber zwischen „verlangen“ und „bekommen“ ist ein Unterschied. Für die von mir erwähnte Fleischmann P8 (in der Originalverpackung) habe ich EUR 80,00 bezahlt, was ich im Hinblick auf Alter und (erstklassigen) Zustand für angemessen hielt, zumal die Fahrprobe ebenfalls einwandfrei absolviert wurde.

Insgesamt ist es vermutlich eine Frage der persönlichen Vorliebe und Gewohnheit, wo man kauft. Gäbe es in erreichbarer Nähe ein Fachgeschäft, würde ich dieses eindeutig bevorzugen. Da das jedoch nicht (mehr) der Fall ist, weiche ich eben aufs Internet aus. Was zudem den Vorteil hat, daß ich weder einen Parkplatz suchen noch - sind es größere Dinge - alles nach Hause transportieren muß, sondern alles bis zur Haustür gebracht wird.

Viele Grüße
Bernhard
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Module (Gleichstrom) und Dioramen in H0
Re: Ladengeschäft vs. Onlinehandel
15.01.2016 16:16:33
Hallo winking smiley


Ich freue mich ja immer darüber, dass es in diesem Forum (meist) sachlich bleibt. In anderen Foren wären nach ein bis zwei Stunden schon die Messer herausgeholt worden yawning smiley

Mir ist vollkommen klar, dass es in vielen Regionen gar keine Möglichkeit mehr gibt, vor Ort einzukaufen. Für mich persönlich wären 30 bis 40 km durchaus vertretbar für einen Einkauf. Da fallen mit jetzt Spontan 5 Händler ein, dazu kommen dann noch 4 Geschäfte mit Modellbahnabteilung. Ein Weiteres Geschäft hatte vor einem Jahr geschlossen, was ich jetzt aber nicht wirklich tragisch finde, da es für mich persönlich auch etwas nach Sympatie und Fachwissen geht.

Außerdem möchte ich, soweit dies Möglich ist, die Artikel auch einmal sehen, zumindest beim Rollmaterial. Wenn ich bestimmte Konstruktionen (vor allem bestimmte Roco, Fleischmann, Brawa oder Trixartikel) aus den letzten Jahren und deren Fahreigenschaften sehe, dann bin ich froh, dass ich diese Artikel nicht irgendwo bestellt habe sondern mich schon im Ladengeschäft dagegen entschieden habe. Bei einem Häuserbausatz mag dieses Argument sicherlich nicht gelten, trotzdem kaufe ich die Artikel meist im lokalen Fachgeschäft. Ausgenommen davon waren mal Faller-Bausätze aus dem Aldi oder aber Exklusiv-Modelle, die es hier im Fachgeschäft nicht gab.

Viele würden auch lieber in einem Fachgeschäft einkaufen gehen, da diese aber aufgrund des Onlinehandels immer weniger werden gibt es gar nicht mehr die Möglichkeit. Sicherlich hat da auch der ein oder andere Händler die Zeit etwas verschlafen, da jeder Händler auch zusätzlich eine Onlineshop betreiben kann ....

Hinzu kommt für mich auch noch das Argument für den Fachhandel, dass beim örtlichen Händler meist mehr lokale Hersteller zu finden sind.

Man muss auch nicht erst jeden Artikel durch die halbe Bundesrepublik schicken ... Jetzt mal ein ganz Krasses Beispiel dazu: Ich habe sehr viel Rollmaterial von Gützold. Das Werk steht direkt hinter dem Fachgeschäft. Wird da ein Artikel "ausgeliefert", wird er über den Hof getragen und steht im Ladengeschäft. Warum soll dieser Artikel jetzt von Zwickau irgendwo in die Wachau geschickt werden, dort ausgepackt werden, wieder eingepackt werden und wieder nach Zwickau geschickt werden ... Diese Logik würde wohl nicht mal ein Schildbürger verstehen ;-) So ist das leider mit vielen Sachen ....

Schöne Grüße

Uwe
Re: Ladengeschäft vs. Onlinehandel
21.02.2016 19:46:27
Ja, das ist ein Thema wo man sich den Kopf zerbrechen kann. Ladengeschäft vs. Online. Ich denke, dass beide Ihre Vor- und Nachteile haben. Aber der Reihe nach.

Ladengeschäft: Seit nunmehr ~16 Jahren kenne ich den Eisenbahnerladen "Weiche 15" in Gomaringen, seit ca. 10 Jahren gehe ich dort regelmäßig, also einmal die Woche an meinem freien Arbeitstag, meist Montag (bin Koch) hin. Dort gibt es ein kleines überschaubares Sortiment. Welche die gängigsten Hersteller vertritt, ausgenommen Busch (welche Sie aber über Händlerkollegen besorgen kann) und Herpa. Da dieser Laden nur als Hobby betrieben wird, kommt es den Besitzern nicht um das schnelle Abwickeln von Kunden und Gewinnoptimierung an. Hier fühlt man sich ab der ersten Minute wohl und gut aufgehoben. Man kann sich über Produkte Informieren, diese anschauen, und direkt vergleichen. Hier habe ich eine 2. Heimat gefunden und ein 2. paar Eltern winking smiley

Fazit: Ladengeschäfte verlieren immer mehr an Präsenz. Wenn ich Bedenke, dass vor gut 5 - 8 Jahren im Umkreis von ca. 40 km 10 Eisenbahnerläden vertreten waren und mittlerweile auf 3 gesunken ist. Ein, wenn nicht der Grund ist der Onlinehandel!!! Gott sei dank gibt es die Weiche 15 noch. WIR BRAUCHEN HÄNDLER VOR ORT!!!!


Onlinehandel: Hier findet man Dinge, welche Kleinserienhersteller produzieren, Dinge die der Händler vor Ort nicht im Sortiment führt, Zubehör welches längst nicht mehr im Produziert wird (hier z.B. eBay) oder einfach alles was die Hersteller im Angebot haben. Ich muss gestehen, dass ich mich auch hier bediene. Negativ muss man hier aber sehen: man kann sich hier nur ungenügend über das Produkt informieren, diese nur als Bild anschauen und hat keinen direkten Ansprechpartner. Ein PLUS hier, welches mich aber nicht interessiert könnte auch der in Onlineshops angebotene Preis, welcher oft unter dem im Laden liegt.


Fazit: Hat mir oft aus der Patsche geholfen. LKW Modelle von Herpa findet man einige Jahre nach Veröffentlichung NICHT mehr im Laden und muss auf diverse Onlineshops zurückgreifen. Einige Produkte wie z.B. 3D Druck gibt es nur Online.


Fazit gesamt: Meiner Meinung nach kann, darf, sollte man beide Komponente benutzen. Beide ergänzen sich perfekt. Es kommt auf die Verteilung an. am besten 50% / 50%


In diesem Sinne schönen Sonntag noch

Felix



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.2016 19:47 von Felix Benz.
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